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The Praxitelean Curve/Die S-Kurve bei Praxiteles

Praxiteles (active in the 4th century B.C.) develops further the concept of contrapposto. This shift in posture also causes a shift in expression.

The contrapposto is a pose of the human figure, characterized by one weight-bearing leg, while the other leg is almost free from weight. Often only the toes touch the ground. Hips and shoulders are twisted in different directions. Sometimes one arm is raised. The Pose appears relaxed but balanced. It allows to show muscle structures, without any strain.

Praxiteles and his contemporaries develop further the posture to a kind of over-the-top contrapposto. An external support is incorporated, so the figure rests on its arm and the body describes the famous S-curve.

This altered position alongside the sculptors sophisticated style affects the artworks expression.
While preceding statues were made to represent power, strength and divinity, the statues from Praxiteles seem surprisingly sensual, almost human

Praxiteles( aktiv im 4. Jhd. v. Chr.) entwickelt die Körperhaltung des Kontrapost weiter. Diese Verschiebung in der Pose bewirkt auch eine Bewegung im Ausdruck.

Der Kontrapost ist eine Pose der menschlichen Figur, bei der das Hauptgewicht auf einem Bein lastet, während das andere Bein kaum Gewicht trägt. Oft berühren nur die Zehen den Boden. Die Hüfte ist dabei in die entgegengesetzte Richtung geneigt wie die Schultern. Manchmal ist ein Arm angehoben. Die Pose wirkt leicht und trotzdem ausbalanciert. Außerdem bietet sie die Möglichkeit Muskelstrukturen des Körpers zu zeigen, ohne das Bereiche angespannt sind.

Praxiteles und seine Zeitgenossen entwickeln diese Haltung weiter zu einer Art übertriebenem Kontrapost. Die Figur liegt mit einem Arm auf einer externen Stütze. Der Körper beschreibt die berühmete S-Kurve.

Diese geänderte Position, zusammen mit der anspruchsvollen Ausarbeitung des Bildhauers, wirkt sich auf den Ausdruck des Kunstwerks aus. Während vorangehende Statuen gemacht wurden um Macht, Stärke und Göttlichkeit zu verkörpern, erscheinen die Statuen von Praxiteles überraschend sinnlich, fast menschlich.